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19.01.2012, von Cerstin

Private oder gesetzliche Krankenversicherung?

Unser Gesundheitssystem ist in den letzen Jahren immer wieder reformiert worden. In diesem Zusammenhang bedeutete Reform, die Kürzung von Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung und eine versteckte oder offene Beitragserhöhung. Die Versicherten haben in diesem Zusammenhang kaum eine Alternative, denn jeder Versicherte, der bis zu 50.850 Euro p. Gesundheita. - der sogenannten Versicherungspflichtgrenze - verdient, kann nur in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert werden. Anders sieht es dagegen für Versicherte aus, die oberhalb dieser Grenze verdienen. Diese haben alternativ die Möglichkeit in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln. Im Folgenden soll einmal auf die wichtigsten Vor- und Nachteile beider Arten der Krankenversicherung eingegangen werden. Kosten: Für jüngere Menschen ist der Einstieg in die PKV in der Regel deutlich günstiger. Denn die Beiträge sind auch vom Alter des Versicherten abhängig. Im Laufe der Jahre steigen die Beiträge allerdings an, Situationen in denen der Beitrag aber deutlich über den der GKV steigt, sind selten. Dafür bietet gerade für Familien die GKV mit der sogenannten Familienversicherung, bei denen die Ehefrau nicht berufstätig ist, einen gravierenden Vorteil. Die Kinder und Partner sind hier kostenlos mitversichert. Wer sich in einer solchen Situation für eine PKV entscheidet, der wird feststellen, dass die PKV für jedes Familienmitglied einen eigenen Beitrag erhebt. Unter diesen Voraussetzungen kann die PKV sehr schnell sehr teuer werden. Darüber hinaus vergessen viele der GKV Versicherte, dass sie bei einer andauernden Erkrankung von mehr als sechs Wochen aus der Lohnfortzahlung des Arbeitgebers fallen und dann nur noch 80 % der Beitragsbemessungsgrenze als Lohnfortzahlung erhalten. Besserverdiendene sollten daher unbedingt eine Krankentagegeldversicherung abschliessen, deren Kosten auf den Beitragssatz der GKV noch hinzu addiert werden sollten. Leistungen: Die PKV bietet in vielen Bereichen deutlich bessere Leistungen als eine GKV. Allerdings muss man sich beim Abschluss der Versicherung unbedingt vorab erkundigen, welche Leistungen denn wirklich enthalten sind. Denn die Auswahl der Tarife ist sehr unübersichtlich. Aber wer bspw. eine Brille trägt, der erhält in vielen Tarifen eine Zuzahlung auf Gläser und Zahnbehandlungen - insbesondere Kieferorthopädische oder Kieferchirurgische Behandlungen werden deutlich besser erstattet. Darüber hinaus übernehmen viele PKV auch Psychotherapeutische Maßnahmen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Wechsel in der PKV im Zusammenhang mit der aktuellen und späteren Lebenssituation gesehen werden muß. In der Regel sind die Leistungen zwar deutlich besser, die PKV kann aber sehr teuer werden. Und ein späterer Wechsel zurück in die GKV ist nur unter ganz wenigen Voraussetzungen möglich.

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